Donnerstag, 11. Januar 2018

Bitte unterschreibt die Petition für Goldie und ihre Familie

Ich möchte diejenigen unter euch, die hier noch nicht unterschrieben haben, bitten, es noch zu tun. Die Peti für Goldie und ihre Familie rennt wie Feuer. Wir können damit die Niedersächsische Landesregierung und vor allem den neuen Umweltminister Olaf Lies, SPD, gewaltig unter Druck setzen. Es kann nicht sein, weil ein paar alte Männer zu bequem sind, ihre Hobby Schafe und Kühe richtig zu schützen, wilde Wölfe, von denen wir gerademal 150 erwachsene in Deutschland haben, dran glauben müssen. Auch Goldie soll nun besendert werden ab dem 1. Februar 2018. Die Besenderung ist der erste Schritt zum Töten - wie wir es bei Kurti gesehen haben. Der Druck und vor allem auch internationale Druck ist nicht zu vergleichen, was der ehemalige Umweltminister Wenzel aushalten musste. Gerade Goldenstedter Rudel ist das westlichste in ganz Deutschland und deshalb besonders wichtig für unsere Holländischen Freunde! Außerdem gehört es mit zu den wenigen Atlantischen Bioregionalen Wölfen, die bis an die Küste des Atlantiks führen. Danke an Hans Hasper, dass du und deine Freunde so bedingungslos für Goldie kämpft. Das ist großartig!

https://www.thepetitionsite.com/de-de/252/523/790/geef-wolvin-goldie-en-haar-roedel-een-stem/



Mittwoch, 10. Januar 2018

Dem Wolf muss beigebracht werden, dass er sich von den Nutztieren und Siedlungen fern hält

Das waren die Worte von dem Niedersächsischen Jägerpräsidenten Dammann-Tamke gestern in Diepholz bei einer Veranstaltung der CDU "Wie geht es weiter mit dem Wolf".

Er glaubt, dass wenn man einen Wolf aus einem Rudel schießt, die anderen sich dann zurückhalten werden. Er verweist darauf, dass sei ja bei den Wildschweinen auch so.

Dazu hat der Wildbiologe Peter Sürth folgende Erfahrung gegen zu setzen, die absolut nachvollziehbar ist:

"In den Wolfsrevieren mit ganz kleinen Siedlungen und wenigen menschlichen Aktivitäten tauchten Wölfe nur selten im Siedlungsbereich auf. In Gebieten mit vielen menschlichen Aktivitäten und einer höheren Infrastruktur habe ich Wölfe zum Teil sehr oft und manchmal sogar bei Tageslicht angetroffen. Zum Zeitpunkt meiner Forschungsarbeit in Rumänien sind Wölfe dort regelmäßig legal bejagt und illegal verfolgt worden. Der so ausgeübte Druck auf die Wölfe hatte nicht zur Folge, dass Siedlungen von diesen Wölfen gemieden wurden. ...

.... Ein Blick auf andere Wildtierarten untermauert meine Aussage. Füchse, Dachse, Rehe, Waschbären, Marder oder Wildschweine werden nach den Jagdstatistiken jedes Jahr intensiv bejagt. Man findet sie trotzdem alle im Wald, auf Wiesen und Feldern und in den Siedlungsbereichen."

Aus: https://www.oejv.org/zusammenlebenwolfundmensch/

Und hier in der Doku findet ihr Peter auch an der "Antenne" und Wölfe in der 278.000 Einwohner Stadt Brasov:  http://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?film=2959

Soviel zu den Aussagen des Niedersächsischen Jägerpräsidenten, man könne Wildtieren mit der Waffe beibringen, dass sie sich von Nutztieren und Siedlungen fern halten.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Brandenburgische Wolfsverordnung legt anspruchsvollen Herdenschutz fest, klärt aber nicht wirklich auf

Wolfsverordnung Brandenburg:

Sie möchte eine straffere klarere Handlungsanordnung sein - vor allem für Weidetierhalter. Tatsächlich hat sie aber den entscheidenden Punkt (§ 4) nicht klar gestellt, wann ein Wolf getötet werden darf, wenn er (oder sie, ganzes Rudel) mindestens zweimal (mehrfach wird geschrieben und dann auf "mindestens zweimal" konkretisiert...) bei Nutztieren eindringt - egal ob bei einer Herde zweimal oder zwei Herden je einmal -.  Denn es wurde nicht dargestellt, was man unter einem "erheblichen" Landwirtschaftlichen Schaden versteht! Nämlich ein Existenz gefährdender Grundrechtsbeeinträchtigenden Schaden muss vorliegen (Art 14 GG, Grundrecht auf Einrichtung und Ausübung eines Gewerbebetriebes). Im Klartext nur bei Haupterwerbsnutztierhaltern kann solch ein Schaden überhaupt vorliegen.

So wird den Nebenerwerbs- und vor allem Hobbytierhaltern wieder Sand in die Augen gestreut und am Ende ändert sich gar nichts für sie! Das nennt man Politik!

Was allerdings sehr gut vorgegeben wurde, ist die "Zumutbaren  Maßnahmen zum Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen" - Anlage zu § 4 Abs. 2: vgl. am Ende nach der Verordnung

http://www.mlul.brandenburg.de/cms/media.php/lmb1.a.3310.de/BbgWolfV.pdf

Wenn die dort vorgegebenen Maßnahmen getroffen werden, wird kein Wolf erfolgreich in eine Nutztierherde eindringen können! Festgelegt wurde dabei auch, dass auch für Rinder und Pferde grundsätzlich die gleichen Maßnahmen gelten. Damit hat die Brandenburgische Landesregierung die Nutztierhalter erheblich unter Druck gesetzt, ihre Nutztiere vernünftig zu schützen! Und das ist gut so, denn anders scheinen diese Menschen es nicht zu begreifen.

Darf auch gerne geteilt werden. Ich werde natürlich nach den Feiertagen das Brandenburgische Ministerium auf seine unpräzise Formulierung hinweisen, die im Falle eine rechtlichen Prüfung durchfallen würde, da eine "Wolfsverordnung" natürlich nicht ein Bundesgesetz in seinem Sinn ändern darf.